Vom Arbeitnehmer zum Unternehmer: Kündigen für Fortgeschrittene

Ein wichtiger Schritt im Leben vieler ist es, ihre langgehaltene Arbeitsstelle zu kündigen – zum Beispiel, wenn sie selbst Unternehmer werden wollen. Doch eine Kündigung kann schnell für beide Seiten problematisch werden. Lesen Sie hier, wie sie sicherstellen, dass bei ihrer Kündigung alles glatt geht.

Vom Arbeitnehmer zum Unternehmer: Kündigen für Fortgeschrittene

Der eigene Chef sein und irgendwann nur noch für die ganz persönlichen Ziele arbeiten – das ist der Traum vieler Arbeitnehmer. Doch ist die Idee für das eigene Unternehmen gereift und der Entschluss zur Selbstständigkeit erst einmal gefasst, sehen sich zukünftige Unternehmer einigen Hürden gegenüber. So muss unter anderem das bestehende Arbeitsverhältnis beendet werden und das im besten Fall möglichst angenehm für alle Beteiligten. Welche Tipps hier zu beherzigen sind und welche Probleme umgangen werden müssen, erklärt Paul-Alexander Thies, CEO des Buchhaltungsprogramms Billomat.

Das perfekte Timing ist das A und O: Besser zu früh als zu spät

Wenn die Entscheidung zur Kündigung erst einmal getroffen ist, gilt es den Arbeitgeber und die Kollegen zeitnah zu informieren. Doch hierbei den richtigen Zeitpunkt zu finden, entpuppt sich nicht immer als ganz einfach. Die wichtigste Grundregel ist, dass der Chef oder die Chefin und weitere Vorgesetzte als erstes von den Kündigungsplänen erfahren. Schließlich müssen mit dem Abschied eines Angestellten einige Dinge erledigt werden. Angefangen mit der Ausschreibung oder der Neubesetzung der zukünftig freien Stelle. Sollte es im Rahmen der eigenen Möglichkeiten liegen, kann der Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kündigung auch individuell mit dem Chef abgesprochen werden – so können laufende Projekte zu Ende gebracht und die Kollegen in den Übergabeprozess mit einbezogen werden. Doch auch wenn der Termin des Weggangs bereits feststeht und nicht mehr verschoben werden kann, sollte so früh wie möglich das Gespräch gesucht werden, um allen Beteiligten die Chance zu geben, schnelle und zielführende Lösungen zu finden. Die Kollegen werden hierfür dankbar sein! 

Zum Endspurt ansetzen und Schluss mit dem kreativen Chaos machen

Wer kennt es denn nicht? Auf dem Desktop herrscht ein Wirr-Warr aus verschiedenen Dateien, das im Laufe der Jahre ein ganz eigenes logisches System ergeben hat. Spätestens nach der Kündigung aber sollte eine klare und leicht nachvollziehbare Struktur in den zu übergebenden Projekten das Ziel sein. Denn leider können die Kollegen keine Gedanken lesen und schnell am konfusen Übergabe-Chaos verzweifeln. Wer also nachvollziehbare Anleitungen, einen aufgeräumten Arbeitsplatz und gute Stimmung hinterlassen möchte, der sorgt am besten zeitig mit einer gut strukturierten Übergabe vor. So steht einer guten Beziehung zu den ehemaligen Kollegen auch nach dem Weggang nichts im Wege. 

It’s not a goodbye, it’s a see you later: Der letzte Arbeitstag

Der letzte Arbeitstag als Angestellter sollte kein Tag wie jeder andere sein. Im besten Fall wurde die Übergabe vorbereitet und bereits besprochen und nun gilt es nur noch die letzten organisatorischen Aufgaben abzuhaken. Da bleibt genug Zeit, um sich persönlich bei den Kollegen und Vorgesetzten zu verabschieden. Dazu gehört in der Regel eine kleine Aufmerksamkeit, beispielsweise in Form von Selbstgebackenem, und ein paar nette Worte. Dabei muss keine große Rede geschwungen werden, aber wer seinen Ex-Kollegen Wertschätzung und Dankbarkeit entgegenbringt, kann sich nicht nur über ein gutes Verhältnis freuen, sondern braucht auch das nächste Netzwerktreffen nicht zu fürchten!